Schonmaß : ab 35 cm , ab 120 cm (beides wechselnd!)
max. Länge : 180 cm
max. Gewicht : 60 kg
Fangbegrenzung: 5
Schonzeit : örtlich verschieden !

Lebensraum:
Der Barramundi oder Giant Perch (im Sprachgebrauch: Barra) lebt in den tropischen Küsten- und Süßwassergewässern im nördlichen Australien. Begrenzt vom Ashburton River in Western Australia zieht sich sein Verbreitungsgebiet im nördlich Bereich bis zum Noosa River in Queensland. Je nach Entwicklungssstand, findet er im Süß- und Salzwasser seinen Lebensraum. Während der Fortpflanzungszeit paart er sich Mündungsbereich der Flüsse und in küstennahen Bereichen. Größere Fische finden sich auf der Suche nach den großen Banana Prawns (Garnelenart) und dem Garfish (kl. Oberflächenfisch). Öfters ist der Barra auch in Tiefen bis 40 m anzutreffen.


Beschreibung:
Angepaßt an seine Umgebung färbt sich der Barra grünlich-bronze entlang der Rückenpartie, silbern entlang der Flanken, beigefarben entlang der Bauchregion. Jungfische haben cremefarbene bis weiße Flecken und des öfteren gelblich verwaschen Bauch- und Schwanzflossen. Markant für diesen Fisch ist seine Geschlechtsumwandlung. Die meisten Jungfische beginnen ihr Leben als Männchen und wechseln dann zum Teil mit zunehmenden Alter in Weibchen. Dies ist auch der Grund für das ungewöhnliche Schonmaß ab 120 cm (je nach Region wechselnd!). Fische in dieser Größe sind meist Weibchen. Die Geschlechtsreife erlangt der Barra in der Regel ab ca. 100 cm. Damit will die Fischereiaufsicht den Erhalt der Population sichern. Die Rückenflosse des Barra ist meist sehr scharf, so das sie ohne weiteres in der Lage sind, Netze und Leinen, zu kappen. Der Barra ist in seinem Erscheinungsbild ähnlich dem Perch (Barsch) und dem Grunter (to grunt= grunzen).


Rekordfisch vom Lake Tinaroo



Fang:
Der Barramundi ist eindeutig der beliebteste Sport- und Speisefisch Australiens. Jungfische werden mittlerweile in Fischzuchten in großen Mengen gezüchtet, in der gewerblichen Fischzucht gemästet, als Besatzfisch in Dams (Wasserrückhaltebecken) auf Farmen genutzt und gezielt als Besatzfisch der Sportfischerei in Seen ausgesetzt. Einer der bekanntesten Stauseen und sicherlich der beste Fangplatz ist der Lake Tinaroo in der Nähe von Cairns. Dieser riesige Stausee dient der Landwirtschaft in den Atherton Tablelands und der Region Cairns als Trinkwasserreservoir. Er ist auch einer der wenigen Angelreviere in Queensland wofür der Sportfischer eine Lizenz benötigt. Die normale und meist gefangene Größe liegt bei rund 5 – 6 kg. Die meiste Aktivität weist der Barra in den wärmeren Monaten, also November – März, auf. Gefangen wird er mit den verschiedensten Ködern, wie lebender Köderfisch (z.B. Mullet), Garnelen und Fischfetzen. Auch beim Blinkern sind die Fangaussichten hoch. Auf Grund der Größe der Seen empfiehlt sich oft auch das Trolling (Schleppfischen), welches mit einer unterschiedlicher Auswahl an großen! künstlichen Ködern besten Erfolg verspricht.


Zubereitung:
Als Speisefisch ist der Barra wegen seines weißen, weichen und delikaten Fleisches beliebt. Geschmacklich ist es sehr mild und enthält relativ wenig Fett. Filets als übliche Darreichungsform sind meist rund und dünn, mit wenigen, leicht zu entfernenden Gräten. Es läßt sich hervorragend fritieren, grillen oder kochen. Wohl die beste Zubereitung ist mit Gewürzen und Zitrone in Alufolie verpackt, einige Minuten in der Glut eines abendlichen Lagerfeuers garen zu lassen. Serviert mit eiskaltem, australischem Bier und entsprechender Lagerfeuerromantik im Busch ein unvergeßliches Erlebnis.